Jede Schule in England muss einen DSL haben. Hier erfahren Sie, welche Aufgaben er hat, welche Entscheidungen er treffen darf und wie er in das umfassendere Kinderschutzsystem eingebunden ist.
Ein Designated Safeguarding Lead (DSL) ist eine leitende Fachkraft an jeder englischen Schule, an jedem College und in den meisten frühkindlichen Einrichtungen, deren besondere Aufgabe es ist, die Federführung im Bereich Kinderschutz und Schutz vor Gefährdung zu übernehmen. Die Rolle ist in Keeping Children Safe in Education (KCSIE) 2025 festgelegt, einer gesetzlichen Leitlinie, die Schulen befolgen müssen.
Der DSL ist in der Regel eine Person aus der Schulleitung — häufig eine stellvertretende Schulleitung, eine Assistenz der Schulleitung oder in Grundschulen manchmal die Schulleitung selbst. Diese Person hat eine zusätzliche Kinderschutzfortbildung absolviert (mindestens alle zwei Jahre aufgefrischt) und kennt die Meldeverfahren der örtlichen Behörde sehr genau.
Der DSL ist die Person, an die sich eine Lehrkraft, ein Elternteil oder ein Schulkind wenden sollte, wenn es eine Sorge um das Wohl eines Kindes gibt. Er entscheidet über das weitere Vorgehen: ob die Sorge festgehalten und beobachtet wird, ob frühe Hilfen angeboten werden oder ob eine Meldung an die Kinder- und Jugendhilfe (children's services) oder die Polizei erforderlich ist.
In short
Wenn Sie eine Sorge in der Schule Ihres Kindes geäußert haben oder die Schule Sie wegen eines Anliegens kontaktiert hat, ist der DSL mit hoher Wahrscheinlichkeit die Person, die die Entscheidungen trifft. Er ermittelt nicht gegen Sie oder Ihre Familie — seine gesetzliche Pflicht ist es, dafür zu sorgen, dass Kinder sicher sind, und sich bei Bedarf mit den richtigen externen Stellen abzustimmen.
Der DSL hört sich das Anliegen an und entscheidet, ob es im sicheren Kinderschutzsystem der Schule (häufig CPOMS oder MyConcern) dokumentiert wird.
Er prüft, ob die Sorge innerhalb der Schule, durch frühe Hilfen oder durch eine Meldung an die Kinder- und Jugendhilfe begleitet werden kann.
Er folgt den schriftlichen Schwellen- und Verfahrensregeln der örtlichen Safeguarding Partnership — nicht allein dem eigenen Ermessen.
Er kontaktiert Sie als Elternteil in den meisten Fällen, es sei denn, dies würde ein Kind zusätzlich gefährden (zum Beispiel bei Verdacht auf Missbrauch durch ein Familienmitglied).
Er führt schriftliche Aufzeichnungen, die das Kind bei einem Schulwechsel begleiten.
Myth: Der DSL ist dafür da, Eltern Fehler nachzuweisen.
Reality: Die gesetzliche Rolle des DSL besteht im Schutz von Kindern, was in der Regel bedeutet, mit den Eltern zu arbeiten, nicht gegen sie. Die meisten Anliegen werden innerhalb der Schule und unter voller Einbeziehung der Familie geregelt.
Myth: Wenn der DSL eingebunden wird, wird automatisch das Jugendamt eingeschaltet.
Reality: Nur ein kleiner Teil der schulischen Kinderschutzanliegen führt zu einer Meldung an die Kinder- und Jugendhilfe. Der DSL wendet die örtlichen Schwellenwerte an, und viele Anliegen werden durch frühe Hilfen oder pädagogische Unterstützung gelöst.
Myth: DSLs können Geheimnisse vor den Eltern haben.
Reality: Von DSLs wird erwartet, dass sie die Eltern einbeziehen, es sei denn, dies würde das Risiko für ein Kind erhöhen. Der Austausch von Informationen muss rechtmäßig, verhältnismäßig und notwendig sein.
This is practical educational content to support families. For case-specific concerns about a child's safety, contact the NSPCC helpline on 0808 800 5000 or your local safeguarding team.